25. Weihnachtsgeschichten 1997 – 2018
Mittwoch, 11. November 2009 | Autor: intern
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Weihnachtsgeschichte 1997
Alle Jahre wieder hört man die Leute stöhnen: „Es ist nicht mehr so wie früher. Soviel Rummel, soviel Hektik, Geschäft, Geschäft“. Wer hat uns nur ins Ohr geblasen, dass Weihnachten still und beschaulich gefeiert werden muss. Was war das denn für eine Welt, in die JESUS hineingeboren wurde? Nichts davon: „Leise rieselt der Schnee!“. Aber an jeder Straßen-kreuzung römische Militärkontrollen. Es waren Tage wilder Hektik. Die römische Besatzungsmacht hatte eine Volkszählung angeordnet, um die Steuern neu festzusetzen. Reine Schikane, dass alle Leute sich an ihrem Geburtsort registrieren lassen sollten!
Wut lag in der Luft. Die Menschen machten zwei Fäuste in der Tasche. Und die jüdischen Terroristen nahmen die Gelegenheit wahr, ein paar Kollaborateure meuchlings zu ermorden. Die Straßen waren nicht sicher – vor allem nicht nach Einbruch der Dunkelheit. Viele machten ein Bomben-geschäft. Die Hotels waren überfüllt. Jeder Schuppen wurde zu Wucher-preisen vermietet. Maria und Josef mussten mit einem Verschlag zufrieden sein. Sicher standen an der Theke der Kneipe, zu der dieser Verschlag gehörte, Männer, die ihren Ärger mit einer gehörigen Menge Alkohol herunter spülten. In dieser Welt hinein wird JESUS geboren. Ein Regie-fehler Gottes? Wäre ein verschneites Frankenlanddorf in Friedenszeiten vergangener Jahrhunderte nicht geeigneter gewesen? Aber Gott wird nicht Mensch, um sentimentalen Stimmungen Futter zu geben. Er wird Mensch, weil er uns in unserer bitteren, unerträglichen Not begegnen will. Gott will hinein in unsere Probleme. Unser Problem heute ist nicht, dass unsere Zeit zu hektisch und problembeladen ist, als dass wir noch richtig Weihnachten feiern könnten. Wir werden erst wirklich Grund haben, Weihnachten zu feiern, wenn wir diesen JESUS CHRISTUS an unsere Probleme heranlassen. Je weniger Schuld und Streit dabei ausgeklammert werden, desto handgreiflicher wirkt sich die Vergebung der Schuld in unserem Leben aus. Denn JESUS ist gekommen, um uns aus dem Teufels-kreis von Hass und Vergeltung, von Lüge und Verniedlichung, von Schuld Resignation zu befreien. Wir mögen es bedauern, dass unsere Welt so viel Problem hat. Aber dies ist genau der Grund, dass Weihnachten passierte.
JESUS sucht nicht eine Welt von „Süßer die Glocken nie klingen…“. Hoffent-lich begreifen viele in diesem Jahr, wozu JESUS kam! Und wer es begriffen hat, der sollte es seinen Bekannten weitersagen. Dann haben wir viel Grund, tüchtig zu feiern.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 1998
Die Engel sagten zu den Hirten: „Geht nach Bethlehem und guckt euch den Retter der Welt an. Das Kind liegt in Windeln.“
Wenn sie wenigstens gesagt hätten:
Heiligenschein, holder Knabe, lockiges Haar!
Nein, eine Windel, das Zeichen des Allzumenschlichen.
Genau das ist das Kennzeichen Gottes. Gott ist zu Weihnachten was Menschliches passiert. Gott liegt als Menschenbündel auf einer Hand-voll Stroh.
Statt Fanfaren – Kuhgebrumm. Statt Flutlicht – ein düsterer Stall. Auftritt eines Weihnachtsmanns ist glanzvoller als die ärmliche Geburt des Gottes-sohnes.
Vielen ist ein Gott zu banal, der im Kuhstall zur Welt kommt und am Galgen aus der Welt geht. Viele hätten ihn gern in einer Goldschleife. Aber damit kann ich leider nicht dienen. Ich diene dem Gott ohne Glanzver-packung. Der geboren wurde als ein Mensch wie du und ich, dem mensch-gewordenen Gott, dem kein Raum in dieser Welt zu hässlich und zu primitiv ist um darin zu wohnen.
Selbst wenn dein Herz stur ist wie ein Ochse, hölzern wie eine Krippe, finster und schmutzig wie ein Kuhstall – das macht Gott nichts aus. Gerade da möchte er wohnen, in deinem Herzen. Damit es dort hell wird und du froh wirst.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 1999
Darf ich Euch kurz etwas fragen:
Ja bitte!
Ich habe bald Geburtstag, werdet ihr mit Eurer Familie meinen Geburtstag feiern?
Nein! Wieso? Ich kenne Dich doch überhaupt nicht!
Natürlich ist dies eine etwas eigenartige Unterhaltung. Aber findet diese eigentlich absurde Situation nicht in Millionen von Haushalten und Familien statt.
Überall feiert man den Geburtstag von Jesus Christus, doch sehr viele Menschen kennen IHN überhaupt nicht und dabei ist er real und erfahrbar, auch an Weihnachten.
Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht,Gottes Kinder zu werden. Joh.1, 11-12
Das Geheimnis von Weihnachten ist offenbart, davon zeugt die Bibel, Gottes Wort, und viele Menschen die Jesus persönlich erfahren haben.
Leider hat Maria und Josef mit dem Jesuskind längst keine Chancen mehr. Geschenke nehmen ihre Stelle ein. In den nächsten Wochen würden viele Menschen am liebsten vor dem Rummel weglaufen. Denn Tannenbaum und die Sachen darunter sind doch wohl nicht die Hauptsache, oder?
Es hilft nicht, über die Geschäftemacherei zu jammern. Besser ist es, Ihr erzählt Euren Nachbarn und Mitbürgern, worauf es an Weihnachten wirk-lich ankommt:
„Jesus Christus ist geboren. Er ist der Größte, auch wenn er damals ganz klein war.“
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2000
Sie gehören zum Weihnachtsfest wie der Tannenbaum:
Die weihnachtlichen Krippenspiele.
Wir kennen die Gestalten dieses Spiels, Maria und Josef, Herbergswirt und Engel, Hirten und natürlich die Hauptsache, das Kind in der Krippe.
Bei der Hauptsache, da ergreift es uns immer wieder, dass für dieses Kind, das doch als der Heiland der Welt kommt, in eben dieser Welt kein Platz ist. Kein Platz in der Herberge von Bethlehem und kein Platz in den Herzen der Menschen.
Eine kleine Begebenheit, von der ich las, hat mir zu denken gegeben. Es war bei einer Weihnachtsfeier. Ein Krippenspiel wurde aufgeführt. Eines der mitspielenden Kinder war plötzlich krank geworden, und ein anderes musste schnell einspringen. Ein freundlicher Junge war auch bereit dazu, die Rolle des Herbergswirtes zu übernehmen. Viel brauchte er ja nicht zu lernen, nur einen Satz: „Bei uns ist kein Platz mehr“. Es klappte alles gut mit der Aufführung. Schließlich standen Maria und Josef vor der Tür des Gasthauses, Josef klopfte an und fragte, ob noch Platz in der Herberge sei. Und da passierte das Unerwartete, das, was nicht im Text stand. Der Junge, der den Wirt spielte, sagte: Ja, sicher, für euch habe ich Platz. Kommt nur herein“.
Gespannte Stille herrschte im Saal. Das geht doch nicht. Die Herbergs-suchenden müssen in den Stall. Jesus muss doch in die Krippe. Soll etwa der Engel später zu den Hirten sagen: „Ihr werdet finden das Kind im Hotel König David, in einem Himmelbett liegen“? So geht es wirklich nicht. Der Wirt muss „Nein“ sagen. Muss keinen Platz haben. Warum muss er eigentlich ein Neinsager sein und keinen Platz haben? Damit es diesem Herbergswirt immer wieder nachgemacht wird? Damit es immer wieder, auch heute heißt: „ Kein Platz für Jesus“? Muss der Mensch ein Nein zum Heiland der Welt sagen? Er muss nicht! Der Junge in jenem Krippenspiel, der seine ganz persönliche Textfassung da hineinbrachte, der macht das deutlich. Und wir alle sind eingeladen, fröhliche Jasager zu sein, die offene Herzen, offene Türen für Jesus haben. Die vertrauensvollen, gläubigen Jasager, die erfahren den ganzen Segen der Weihnacht. Die, die Jesus aufnehmen, die werden Gotteskinder. Sie werden Menschen, die, was auch kommen mag, sich von der ganzen Güte und Treue des himmlischen Vaters getragen wissen.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2001
Das Thema dieser Geschichte heißt:
„Das Erkennungszeichen“.
Die Engel sprachen zu den Hirten:
„Geht nach Bethlehem und guckt euch den Retter der Welt an. Das Kind liegt in Windeln.“ Wenn sie wenigstens gesagt hätten: Heiligenschein, holder Knabe, lockiges Haar!
Nein, eine Windel, das Zeichen des Allzumenschlichen.
Genau das ist das Kennzeichen Gottes.
Gott ist zu Weihnachten was Menschliches passiert. Gott liegt als Menschenbündel auf einer Handvoll Stroh.
Statt Fanfaren – Kuhgebrumm, statt Flutlicht – ein düsterer Stall. Jeder Auftritt eines Weihnachtsmanns ist glanzvoller als die ärmliche Geburt des Gottessohnes.
Wir müssen glatt aufpassen, dass wir IHN nicht verpassen!
Gott kommt zu uns
Gott wird Mensch
Ich bin da! ist sein Name.
Vielen ist ein Gott zu banal, der im Kuh-stall zur Welt kommt und am Galgen aus der Welt geht. Viele hätten ihn gerne in einer Goldschleife. Aber damit kann ich leider nicht dienen. Ich diene dem Gott ohne Glanzverpackung. Der geboren wurde als ein Mensch wie Du und ich, dem menschgewordenen Gott, dem kein Raum in dieser Welt zu hässlich und zu primitiv ist, um darin zu wohnen.
Selbst wenn dein Herz stur ist wie ein Ochse, hölzern wie eine Krippe, finster und schmutzig wie ein Kuhstall – das macht Gott nichts aus. Gerade da möchte er wohnen, in deinem Herzen. Damit es dort hell wird und du froh wirst.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2002
Mit den Hirten kam auch der achtjährige Jonathan in den Stall von Bethlehem. Er schaute das Jesuskind an und das Jesuskind schaute ihn an. Da traten Jonathan Tränen in die Augen.
„Warum weinst du?“ fragte Jesus. „Weil ich dir nichts mitgebracht habe.“ „ Du kannst mir trotzdem etwas schenken“, entgegnete Jesus. Da wurde Jonathan rot vor Freude, und sagte: „Ich will dir gerne das Schönste geben, was ich habe.“
„Drei Dinge möchte ich von dir haben,“ sagte Jesus. Jonathan schlug sofort vor: „Meinen Mantel, meine elektrische Eisenbahn und mein schönstes Buch mit den vielen Bildern.“
„Nein“, sagte Jesus, „das alles brauch ich nicht. Dazu bin ich nicht auf die Erde gekommen. Ich möchte von dir etwas ganz anderes.“ „Was denn?“ fragte Jonathan neugierig. „Schenk mir deine letzte Klassenarbeit“, sagte Jesus ganz leise, damit es sonst niemand hören konnte. Da erschrak Jonathan. „Jesus“, flüsterte er zurück und kam dabei ganz nahe an die Krippe, „da hat doch der Lehrer drunter geschrieben: ungenügend!“ “Eben darum will ich sie ja haben.“
Aber warum denn?“ fragte Jonathan. „Du sollst mir immer das bringen, wo in deinem Leben, ‚ungenügend’ drunter steht. Verspricht du mir das?“ „ Ja gerne“, antwortete Jonathan.
„Und ich möchte noch ein zweites Geschenk von dir haben“, sagte Jesus, „deinen Milchbecher.“
„Aber den habe ich doch heute morgen kaputtgemacht!“ „Bring mir immer das, was du im Leben zerbrochen hast. Ich will es wieder heil machen. Gibst du mir auch das?“ „ ja , wenn du so was haben willst, gerne.“
„Jetzt mein dritter Wunsch“, sagte Jesus. „Bring mir nun noch die Antwort, die du deiner Mutter gegeben hast, als sie dich fragte, wie denn der Milchbecher zerbrochen ist.“ Da legte Jonathan die Stirn auf die Kante der Krippe und weinte bitterlich. „ Ich, ich, ich…“ brachte er mühsam heraus, „ich sagte, der Becher ist runtergefallen, in Wahrheit habe ich ihn aber im Zorn vom Tisch geschubst.“ „Bring mir alle deine Lügen, deinen Trotz, dein Böses, das du getan hast, sagte Jesus. „Und wenn du damit zu mir kommst, will ich dir vergeben und dir helfen. Ich will dich davon frei machen und dich in deiner Schwäche annehmen. Willst du dir das von mir schenken lassen?“
Und Jonathan hörte und staunte.
Er kniete nieder. Sein Herz war voll Freude.
Johann Wolfgang von Goethe hat einmal treffend gesagt:
Kein tolleres Versehen kann sein: Gibst einem ein Fest – und lädst ihn nicht ein!
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2003
Gerade hatten wir den letzten Vers des schönen, innigen Liedes zu Ende gesungen, da knarrte die große, schwere Kirchentür mitten hinein in die Feierlichkeit des Weihnachtsgottesdienstes. Ich wandte wie viele um mich her den Kopf um zu sehen, wer da schon wieder einmal zu spät kam. Nicht gerade leise, sondern mit nahezu unverschämten Schritten kam der verzögerte, mir fremde Gast den Mittelgang herunter. Seinen ehemals grünen Filzhut, geschmückt mit einem Tannenzweig, hatte er auf dem Kopf behalten. Aus dem schäbigen, abgewetzten Mantel ragten zwei Hände, von denen die eine den derben Knotenstock und die andere eine Flasche Bier hielt. Zweifellos ein Penner. Links vor mir saß ein Kirchenvorstands-mitglied und ich sah an seinem Nacken, wie sich die Muskeln spannten, bereit, sofort einzugreifen, wenn sich dieser fremde Mensch Unbotmäßig-keiten erlauben sollte. Aber der ging, ohne von uns und unseren Gesichtern große Notiz zu nehmen, vor bis zur ersten Stuhlreihe, in die sich sonst keiner traute, hangelte sich mühsam aus seinem Rucksack, lehnte den Stock an den Nebenplatz, nahm einen langen Zug aus der Flasche und plumpste mit einem vernehmlichen Seufzer auf das Sitzmöbel. Zwischen uns festlich gekleideten Leuten wirkte er wie ein Fremdkörper. Wie einer, der eigentlich nicht hierher gehörte. Nicht zu uns. Allerdings, fiel mir ein, hatten wir gerade vor einigen Tagen am vierten Advent sehr innig und voller Überzeugung gesungen:
„Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht, ein Herz das Hochmut übet, mit Angst zugrunde geht, ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ“, die dritte Strophe aus: „Mit Ernst, o Menschenkinder“. Wurde das so etwas wie die Probe aufs Exempel?
Unser später Besucher blieb ruhig. Nur in regelmäßigen Abständen griff er zu seiner Bierflasche, bis sie leer war. Man vernahm es am hohlen Geräusch, als er sie auf dem Boden abstellte. An der sich entspannenden Haltung unseres Kirchenvorstandes sah ich, dass sein Körper inzwischen die Alarmbereitschaft beendet hatte, nur ein spürbares Misstrauen blieb bei ihm, mir und wohl auch bei vielen anderen. Alles verlief friedlich, bis auf einmal, mitten in den wohlformulierten Weihnachtsworten des Pfarrers, dieser Mensch aufstand und nach vorn ging, in der Hand seine verbeulte Kopfbedeckung. Er stieg mühsam und mit steifen Knie die zwei Stufen hinauf zum Altar, zog den kleinen Tannenzweig aus dem vom Wetter verfärbten, scheckigen Hutband und legte ihn vor das große, sich im Licht der Kerzen spiegelnde Messingkreuz. Mit gebeugtem Haupt blieb er eine Weile stehen, dreht sich dann um, sah uns alle an und sein Blick ging mir mitten ins Gewissen. Er drang durch meine feierliche Haltung, durch meine Vorurteile, meine weihnachtliche Stimmung und mir wurde klar, was jetzt in diesem Augenblick geschah, war eine Art nonverbale Predigt des Eigentlichen:
An der Krippen von JESUS CHRISTUS, dem allmächtigen Sohn Gottes, geht es nicht um feierliche Gefühle, nicht um fromme Gedanken, an dieser Krippe geht es um das Elend und die Schuld von Menschen, um unsere erbärmliche Erlösungsbedürftigkeit und um die von Gott angebotene Vergebungsbereitschaft, die begriffen und ergriffen sein will.
Weihnachten eine Festtagsübung
Hatte Gott diesen einfachen, womöglich im Leben gescheiterten Menschen dazu benutzt, uns zu konfrontieren, dass jenes gewaltige Ereignis, allen Menschen widerfahren, sich bei uns reduziert hat auf weihnachtliches Verhalten? Pervertiert zu einer Art Festtagsübung mit dem Widerspruch zwischen unseren vollen Gabentischen und dem dürftigen Innenleben, unserem Zufriedensein und der armseligen Dürftigkeit dieses Mannes dort vorn am Altar? Und während ich noch diesen Gedanken nachhing, war der Zerlumpte die zwei Stufen wieder heruntergestiegen. Er hatte sich auf die untere hingekniet, seinen Hut neben sich gelegt, seine Hände gefaltet, und an den zuckenden Bewegungen seine gebeugten Rückens sah ich, dass er auf erschütternde Weise weinte, so sehr, dass ich selbst mit den Tränen kämpfte. Aber mein verstohlener Blick nach rechts und links, ob es auch keiner bemerkte, zeigte mir: Allen meinen Nachbarn ging es genauso. Wahrscheinlich waren wir diesem Armseligen in allen überlegen. In unserer gesellschaftlichen Geltung, in unserem Besitzstand, in unserer Tüchtigkeit und mit unseren Erfolgen. Nur ein einem nicht. Dieser Mensch hatte etwas mitgebracht, herein in die Kirche, den Mittelgang herunter bis zum Altar und dort unter Tränen dargeboten: sein Herz.
War er in diesem Augenblick dem Sohn Gottes, geboren in einem Stall, angebetet von den Hirten, vielleicht viel näher als jeder von uns?
Weil Gott nicht die schön verpackten Geschenke ansieht, nicht unsere festlichen Gesichter, nicht unsere feierlichen Gefühle, sondern nur eins:
Das Herz.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2004
Es war einmal, etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends, über den Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“. Steine flogen in die Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.
„Los, kommt, es reicht. Wir gehen!“ „Wo denkst du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden?“ „ Da unten? Das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer. Wir tun, was an der Wand steht: „Ausländer raus!“
Tatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf. Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtsverkleidungen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann der Kaffee, palettenweise, der Deutschen Lieblingsgetränk: Uganda, Kenia und Lateinamerika waren seine Heimat. Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und Erdbeeren aus Südafrika. Fast alle Weih-nachtsleckereien brachen auf. Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne, die Gewürze in ihrem Inneren zog es nach Indien. Der Dresdner Christusstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen Rosinenaugen, als er zugab „Mischlinge wie mir geht’s besonders an den Kragen“. Mit ihm kamen das Lübecker Marzipan und der Nürnberger Lebkuchen. Nicht Qualität, nur Herkunft zählt jetzt. Es war schon in der Morgendämmerung, als die Schnittblumen nach Kolumbien aufbrachen und die Pelzmäntel mit Gold und Edelsteinen in alle Welt starteten. Der Verkehr brach an diesen Tag zusammen. Lange Schlange japanischer Autos, voll gestopft mit Optik und Unterhaltungs-elektronik krochen gen Osten. Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von dem feinen Seidenhemden und den Teppichen des fernen Asiens. Mit Krachen lösten sich die tropischen Hölzer aus den Fensterrahmen und schwirrten ins Amazonas-becken. Man müsste sich vorsehen, um nicht auszurutschen, denn von überall her quoll Öl und Benzin hervor, floss aus den Rinnsalen zu Bächen zusammen in Richtung Naher Osten. Aber man hatte Vorsorge getroffen. Stolz holten die deutschen Autofirmen ihre Krisenpläne aus den Schub-laden. Der Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden, wozu ausländ-isches Öl?! Aber die VW’s und die BMW’s begannen sich aufzulösen in ihre Einzelteile. Das Aluminium wanderte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, ein Drittel der Eisenteile nach Brasilien, der Naturkautschuk nach Zaire. Und die Straßendecke hatte mit dem ausländischen Asphalt im Verbund auch ein besseres Bild abgegeben. Nach drei Tagen war der Spuk vorbei, der Auszug geschafft, gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest. Nichts Ausländisches war mehr im Land. Aber Tannenbäume gab es noch, auch Äpfel und Nüsse. Und „Stille Nacht“ durfte gesungen werden – zwar nur mit Extragenehmigung immerhin kam das Lied aus Österreich.
Nur eines wollte nicht ins Bild passen Maria, Josef und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet. „Wir bleiben“, sagte Maria, „wenn wir aus diesem Lande gehen – wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, den Weg zurück zur Vernunft und zur Mensch-lichkeit.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2005
Leider ist unsere Zeit geprägt von Multikulti, und Religionsvermischung, und das obwohl JESUS zu allen Lebensfragen klare Aussagen in seinem Wort der Bibel gemacht hat. Wenn wir Weihnachten feiern, dann nur weil JESUS auf diese Erde gekommen ist. Er ist das Ende aller Religionen.
Religion heißt:
Der Mensch versucht mit eigenen Anstrengungen mit Gott ins Reine zu kommen.
Evangelium heißt:
Gott ist in JESUS CHRISTUS zu uns gekommen und hat alles für uns getan.
Es gibt also nur einen Weg zu Gott: JESUS!
„Kein Platz dazwischen“
Im Johannesevangelium Kapitel 12, Vers 46 steht der gute Vers von Jesus, der sagt: „Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht ….“
Schwarzweißmalerei ist unbeliebt. Es fehlen die gedämpften Zwischentöne. Kein Platz für Nuancen. Keine Chance für ein sowohl – als – auch, für ein wenn und aber. Kein Wunder, dass Jesus unbeliebt ist. Denn was er hier tut, ist Schwarzweißmalerei in krassester Form – gröbste Vereinfachung einer komplizierten Welt mit tausend Formen, Geistern, Kulturen, Religionen und Schicksalen. Die ganze Welt, die ganze Weltgeschichte wird hier auf eine einzige Formel gebracht: Licht und Finsternis. Ohne Rücksicht auf Rasse, Klasse, Bildung und Stellung wird die gesamte Menschheit in zwei Gruppen geteilt:
Die einen sind im Dunkeln, die andern sind im Licht. Wenn das keine Schwarzweißmalerei ist!
Aber es kommt noch krasser. „Ich“, sagt Jesus, der junge Mann aus Nazareth, „bin das Licht der Welt.“ Und das heißt: Die ganze Welt mit ihren klugen Köpfen und Gelehrten, samt ihrer Kunst und kulturellen Glanz-leistungen, ist ohne mich Finsternis. Ist das Arroganz, so zu reden? Wo bleibt da die Toleranz? Jesus ist eben nicht gekommen, um in gedämpften Tönen Toleranz zu predigen, sondern um uns vor die Entscheidung zu stellen: Licht oder Finsternis. Wo willst du sein? Wo gehst, wo gehörst du hin? Jesus ist gekommen zu retten, nicht zu richten. Bis zu seiner Wieder-kunft ist Heils- und Rettungszeit. Wer Seine Worte überhört, verurteilt sich selber zum Unheil. Jesus kann so reden und einem Wort so unvergleich-liches Gewicht zumessen, weil Er der Messias ist, der nicht von sich aus redet, sondern im Auftrag Gottes. „Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat“(Vers 45). Jesus ist das der Welt zugewandte Gesicht Gottes. Was Er sagt, ist Gottes Wort. Was Er tut, ist Gottes Werk. Wer an Ihn glaubt, glaubt an Gott, der ist aus der Finsternis ins Licht gekommen.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2006
Alles aus Pappe!
Der Pfarrer war überglücklich. Er hatte für seine Gemeinde eine Überraschung parat: eine schöne Weihnachtskrippe. Dazu alles, was zu solch einer Krippe gehört.
Am Heiligabend war der große Augenblick gekommen, die Krippe der entzückten Gemeinde zu präsentieren. Der Pfarrer rückte die Krippe auch gleich in den Mittelpunkt der Christvesper: „Seht mal, ihr Kinder, welchen Frieden das Christkind ausströmt! Seht die glücklichen Gesichter der Maria, des Josef und der Hirten! Schaut die Tiere an, die um die Krippe stehen: Die Schafe schubsen sich nicht. Die Kamele schlagen nicht aus. Der Ochse stößt nicht mit seinen Hörnern. Warum sind heute alle so friedlich und verträglich?“
Spontan rief ein kleiner Junge dazwischen: „Weil sie von Pappe sind!“ Da ging ein Schmunzeln über alle Gesichter. Was aus Pappe ist, das sieht vielleicht schmuck aus. Das macht Eindruck. Aber da ist kein Leben drin. Das ist alles nicht echt. Das sieht nur so aus wie ….
Mancher in der Kirche wird sich gefragt haben: Weihnachten bei mir – auch nur aus Pappe? Vielleicht glänzend aufgezogen: mit geschmückter Wohnung, üppigen Geschenken und erlesenen Braten. Kein Wort dagegen. Aber lebt das, was Weihnachten bedeutet, auch in meinen Innern, in mei-ner Familie und überall dort, wo ich meinen Alltag lebe? Oder feiere ich Weihnachten „aus Pappe“: schön anzusehen, aber nicht echt, nicht lebendig und wirklich? Manchmal spürt man geradezu, wie das nur aus Pappe ist, was sich zu Weihnachten abspielt:
- Da reden manche Politiker in ihren Weihnachtsansprachen von Versöhnung, Frieden und Liebe – um nach dem Fest wieder auf den politischen Gegner einzudreschen.
- Da spulen manche Vereinsvorsitzende die Weihnachtsfeier ab, ohne dabei überhaupt das Geburtstagskind zu erwähnen: JESUS.
- Da werden manchmal in Krisenregionen die Kampfhandlungen eingestellt- das ist ja besser als gar nichts-, um nach den Feiertagen wieder die Waffen auf den Gegner zu richten, weil er einer anderen Volksgruppe oder einer anderen Religion angehört.
Weihnachten nur aus Pappe? Das muss nicht sein. Wenn eine Sache fragwürdig geworden ist, sollte man zu den Wurzeln gehen, dorthin, wo alles angefangen hat. So machen es die Hirten in der Weihnachtsgeschichte. Sie sehen den offenen Himmel. Sie hören die Botschaft der Engel: „Euch ist heute der Heiland geboren. Christ, der Retter, ist da!“ Sofort ziehen sie los, um der Sache auf den Grund zu gehen: „Waren das nur schöne Träume und Sprüche? War das nur aus Pappe oder steckt mehr dahinter?“
Deshalb ziehen sie los: auf zu JESUS, auf zur Krippe. Dort werden sie nicht enttäuscht. Hier ist alles echt. Sie erleben: Gott kommt zu uns. In der Krippe liegt der Heiland, der Retter der Welt. Von hier aus kann es anders werden in der Welt und in unserem eigenen Leben. Bei JESUS bekommt die Liebe eine Chance. JESUS vergibt Schuld. Er richtet Bedrückte auf. Er bringt Gottes Frieden dorthin, wo Menschen im Streit liegen. Wo JESUS über uns Macht gewinnt und wir ihm Raum geben, dort wird es wirklich Weihnachten. Dort wird das Fest nicht nur gefeiert, sondern auch erlebt.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2007
Die diesjährige Weihnachtsgeschichte soll ein Stück aufzeigen, das Gott uns Menschen gerne beschenkt.
Als Kinder haben wir einen Wunschzettel zu Weihnachten geschrieben. Und auch als Erwachsene? Wie gern würde man es tun, wenn es nur Sinn hätte: Endlich einen Arbeitsplatz; nur eine kleine Wohnung; einen aufrich-tigen Partner, dem man sich anvertrauen kann; ein paar Wochen Ruhe nach all der Hetze; wenigstens eine schmerzfreie Nacht, in der man endlich richtig schlafen kann! Alles sehnlichste Wünsche. Wir möchten wohl schenken, aber unser Lebensdefizit übersteigt unsere Kräfte und Möglich-keiten. Es bleiben nur noch Wünsche übrig. Wie soll es nun werden mit den letzten Geschenken in diesen Wochen?
Gott schenkt!
Sie haben recht: Schenken können wir nur, wenn wir etwas besitzen oder erhalten haben. Lassen wir mal die ganze Weihnachtstradition und das Geschäftemachen beiseite. Was bleibt? Nichts, sagen Sie. Habe ich auch gedacht. Früher meinte ich: Ohne Spielzeug, ohne Baum, ohne Geschenke – kein Weihnachten. Inzwischen habe ich etwas entdeckt:
Ohne Gott – kein Weihnachten!Stellen Sie sich eine Geburtstagsfeier ohne Geburtstagskind vor. Was nützen dann Geschenke und Hausputz? Nichts. Die Feier verkommt zum ironischen Spektakel. So ähnlich ist es mit dem Weihnachtsfest und dem Schenken. Ohne Hauptperson fehlt der Sache jeglicher Sinn.
Ohne Gott – kein Weihnachten! Wie ist das gemeint? Diese Entdeckung habe ich nicht unter dem Weihnachtsbaum gemacht, sondern mitten im Jahr.
In meiner Bibel fand ich den Satz, dass Gott uns seinen Sohn schenkt. Nachdem er schon viele Male zu uns Menschen gesprochen hat, versucht er es ein letztes Mal. Wir sind ihm so wertvoll, dass er Jesus zu uns schickt, um unser Lebensschicksal in Ordnung zu bringen.
Jesus ist Gottes Geschenk an uns!
Sein letztes – nicht sein verspätetes, sondern sein wertvollstes! Am Kar-freitag habe ich entdeckt: Der Kreuzestod Jesu ist Gottes letzter und kost-spieligster Versuch, mein Leben vor der ewigen Verdammnis zu bewahren. Er litt für meine Sünde. Als ich das begriff, sah ich auch Weihnachten mit anderen Augen. Das Kind in der Krippe ist die Hauptperson. Und nun etwas sehr Schönes: Ich habe die Möglichkeit, jeden Tag mit diesem Jesus in Ver-bindung zu treten. Er lebt. Wer ihn anredet, redet zu Gott. Gottes Geschenk ist kein Artikel, sondern eine Person. In Jesus öffnet er uns sein Herz. Eben dachten wir noch über unsere Lebensdefizite und Wünsche nach. Jetzt entdecken wir, dass Gott uns in einer Weise beschenkt, die uns beschämt und zugleich unendlich froh macht(Hebr.1, 1-3 und Röm.8, 31-32). Wir sagten, wer hat, kann geben. Lassen Sie mich es weiterführen: Wer täglich Gottes Liebe erfährt, wird auch diese weitergeben. Der Beschenkte wird zum Schenkenden!
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2008
Die Story von Bethlehem
Eine Automobilfirma brachte es auf den Punkt. Die Pressestelle berichtet in ihrem Weihnachtsgruß von der Jahresbilanz. Da war die Rede von Topmodellen, Superumsätzen und einer Firmenentwicklung, die einfach der Hit ist. Eine einzigartige Erfolgstory sei das zu Ende gehende Jahr gewesen.
Doch zum Schluss der Satz, der aufhorchen lässt: „ Die größte Story aller Zeiten hat leider jemand anderes geschrieben.“ Dieser Text stand unter einem Gemälde, das Maria, Josef, die Hirten und das Christuskind in der Krippe zeigt. Ein Weihnachtsgruß der besonderen Art.
Durch keine Religion zu toppen.
Es stimmt: „ Die Story von Bethlehem“ ist von nichts und niemand zu toppen. Gott hat sie geschrieben. Dieses Licht von Bethlehem stellt jede andere Nachricht in den Schatten. Es gibt keine gewaltigere Nachricht als dies: Im hinterletzten Winkel dieses Globus setzt Gott Seinen Fuß auf diese Erde. Der ewige Gott kommt in unsere endliche Zeit. Der allmächtige Gott kommt in einem ohnmächtigen Kind zur Welt. Der große Gott presst sich als winziges Baby in eine enge Futterkrippe. Wenn das keine Nachricht ist! Gott wird einer von uns. Er wird Mensch mit Haut und Haaren. Gottes Liebe bekommt in Jesus Hand und Fuß. Dieses Evangelium ist durch keine Religion der Welt zu übertreffen. Gott wurde Mensch, damit niemand mehr sagen kann, Er sei weit von uns weg und wir Ihm egal. Nein, wer ein Kind zur Welt bringt, der hat sie noch nicht abgeschrieben. Gott sei Dank! Weihnachten ist kein Fest wie jedes andere. Deshalb freu ich mich riesig darauf. Alle Jahre wieder.
Das Drehbuch von Weihnachten
Wo das Wichtigste nicht zur Randerscheinung wird, kommt große Freude in die Mitte unseres Lebens. Das Drehbuch von Weihnachten kennt nicht nur die Kapitel Kommerz und Konsum. Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht. Das größte Geschenk kommt von Gott. Sein Sohn, der Heiland der Welt. Ohne Weihnachten wären wir arm dran, ganz gleich, wie reich der Gabentisch gedeckt ist. Machen Sie aus den kommenden Tagen etwas Besonderes, damit aus dem gewohnten Fest kein gewöhnliches wird. Übersehen wir neben all dem weihnachtlichen Blendwerk die christ-kindliche Strahlkraft nicht.
Es ist wahr:
Die Story von Bethlehem ist von keiner Nachricht zu toppen!
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2009
Die leere Krippe
Es war einmal…! So beginnen Märchen und dieser Tatsachenbericht.
Vor Jahren war in einer großen Kirche in Norddeutschland plötzlich das Christuskind aus der Weihnachtskrippe verschwunden. Schnell sollte eine neue Krippenfigur angeschafft werden, doch der Pastor war dagegen und meinte: „Lassen wir doch die Krippe ruhig leer. Vielleicht kommen die Leute dann zum Nachdenken und fragen: wo ist denn Jesus?“ Und tatsächlich fragten viele Kirchenbesucher nach dem fehlenden Kind in der Krippe, „Wo ist das Jesuskind geblieben?“ „hat man das Christkind vergessen?“ „Gibt es das: Weihnachten ohne Jesus?“ Was ist nur mit Christus passiert?“ Diese und ähnliche Fragen waren immer wieder zu hören.
Eine Antwort bekommen die Leute dann in der Weihnachtspredigt vom Pastor:
„Leider ist unsere Weihnachtskrippe leer und das Jesuskind verschwunden! Dem Unbekannten wünsche ich Gottes Segen und hoffe, dass er es ernst meint mit Jesus. Denn wer sonst will den Sohn Gottes denn wirklich haben? Doch wer Jesus hat, hat das Leben! Und wer Jesus nicht hat, der hat das Leben nicht!(1.Joh. 5,12)
Damit ist zwar nicht unbedingt die fehlende Figur oder irgendein anderes Abbild unseres Herrn gemeint, sondern eher die Tatsache, im Glauben Jesus Christus von Herzen zu gehören. Eigentlich ist es ganz richtig, dass die Krippe jetzt leer ist, weil der Herr schon seit mehr als zweitausend Jahren nicht mehr darin liegt. Genau so, wie Er auch nicht mehr am Kreuz hängt, wo Jesus das Erlösungswerk und unsere Rettung völlig und auch ein für alle Mal vollbracht hat.(Joh. 19,39)
Wie wir wissen, sind das Kind in der Krippe und der Mann am Kreuz ein und dieselbe Person und alle diesbezüglichen Bilder und Darstellungen nichts anderes als Erinnerungsbilder. Was aber nützen uns diese, wenn wir nicht von Herzen glauben? Was nützt uns eine simple Jesusfigur aus Holz oder Ton in der Krippe, wenn wir dem gekreuzigten und auferstan-denen Herrn nicht vertrauen und JA zu Ihm sagen?
Ihm nicht unser Leben ausliefern, anhängen und nachfolgen? Dann bleibt Weihnachten, genau wie so manches andere Fest auch, ohne eine tiefere Bedeutung. Ohne Glauben an Jesus Christus ist nämlich Ostern und Pfingsten vollkommen sinnlos. Und genau genommen sogar unser ganzes Erdendasein. Denn was nützt es, wenn wir die ganze Welt gewinnen und doch Schaden an unserer Seele nehmen und unerlöst und rettungslos auf ewig verloren gehen?
Bevor ihr nach Hause geht, schaut bitte noch mal in die leere Weihnachts-krippe. Alles andere ist noch da: Maria, die Mutter Jesus, Josef, die Hirten und auch die Tiere. Nur das Christkind ist verschwunden! Fast wie bei Euch daheim, nicht wahr? Alles haben wir dort: eine Familie, einen bunten Lichterbaum und teure Geschenke – aber wo ist Jesus? In Eueren Herzen? Ist oder wird Er Euch darin nicht geboren, nützt Er Euch gar nichts, selbst wenn Ihr hundertmal Weihnachten feiert auf Erden. Darüber denkt mal nach, wenn Ihr Euch über Kerzenschein. Leckeres Essen und schöne Geschenke freut. Und vergesst nicht: Jesus ist das Licht der Welt, das Brot des Lebens und unser Geschenk für die Ewigkeit! Lasst also die Krippe leer sein; wichtig ist nur, dass Euere Herzen voll sind von Christus.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Die Weihnachtsgeschichte 2010
An der Krippe ist Platz für alle!
Sicher kennen Sie die schönen, geschnitzten erzgebirgischen Pyramiden zur Weihnacht. Freundliches Kerzenlicht sorgt mit der davon erwärmten Luft dafür, dass sie sich drehen. Und da drehen sich dann in den Wohnzimmern Hirten, Schafe, Könige um die Krippe in der Mitte, drehen sich um Maria und Joseph und das Kind in der Krippe. Ist uns das eigentlich klar, dass sich Weihnachten tatsächlich alles um das Kind in der Krippe dreht?
Kürzlich sah ich jedoch eine Karikatur, die mir plötzlich bewusst machte, dass auch damit noch nicht Weihnachten ist, wenn sich alles um das Kind in der Krippe dreht. Die Karikatur zeigte Gestalten aus unserem Alltag, Menschen wie Sie und ich. Die waren Figuren einer Weihnachtspyramide. Sie drehten sich schön im Kreis um das Kind in der Krippe. Darunter stand der Satz:
„ Sie sind schon so lange dabei und sind dem Kind in der Krippe noch nicht näher gekommen.“
Ja, so kann man Weihnachten feiern. Kann dabei sein, alles ist da, und doch bleibt man auf Distanz. Da ist eine ganz einfache Wendung nötig, weg von dem ständigen Drehen und Kreisen um die Mitte, bei dem doch immer der Abstand bleibt. Die Wendung hin zur Mitte ist entscheidend, hin zu dem in der Mitte, zu Jesus, dem Kind in der Krippe. In dem ist Gott zu uns gekommen, ist für uns da.
An der Krippe war damals Platz genug, Platz für alle, die die Botschaft hörten: „Euch ist heute der Heiland geboren“. Für Menschen, die dem Wort vertrauten und sich aufmachten zur Krippe. Da war Platz für die Hirten aus der Nähe von Bethlehem und für die Weisen aus dem fernen Morgenland. Sie kamen, fanden, beteten an und wurden froh.
An der Krippe ist Platz genug für alle, die Vertrauen haben und zu Jesus kommen. Die finden auch heute in der Hinwendung zu Jesus die ganz große Freude, die Gottes Boten in der Weihnachtsnacht verkündigt haben und alle Welt erfahren soll.
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Die Weihnachtsgeschichte 2011
Brauchen Sie Weihnachten? – Eine seltsame Frage, nicht wahr? Wohlgemerkt, ich habe nicht gefragt: „Mögen Sie Weihnachten?“ Und ich habe auch nicht jene Frage gestellt, die zu dieser Jahreszeit geradezu an der Tagesordnung ist:
„Haben Sie schon alles für Weihnachten zusammen?“, sondern schlicht und einfach:
„Brauchen Sie Weihnachten?“
Ich meine, ja. Ich glaube, Sie brauchen Weihnachten, um erkennen, begreifen und würdigen zu können, was es heißt, ein Mensch zu sein. Aber verstehen Sie mich bitte richtig; wenn ich von „Weihnachten“ spreche, meine ich nicht die Variante des Festes, die in der westlichen Welt gemeinhin unter diesem Begriff verstanden wird. Fast jeder stößt sich daran, dass die Geschäftswelt schon im Oktober ihren Weihnachtsschmuck anbringt. Im Allgemeinen wird darüber geklagt, dass das „Fest der Feste“ mit viel zu viel Rennerei und viel zu vielen kostspieligen Geschenken verbunden ist. Weihnachten ist bei uns zumeist gleichbedeutend mit dem Umsatz von richtig viel Kohle, aber davon spreche ich nicht. Was mich beschäftigt, ist die Trivialisierung dieses Festes. Nehmen wir zum Beispiel die Musik. Unbestreitbar sind die schönsten Musikstücke der Weihnachtszeit zuzurechnen. Keine andere Text- bzw. Melodiensammlung kann es mit den Weihnachtsliedern aufnehmen. Wenn wir jedoch in jedem Geschäft, jedem Aufzug oder Büro damit beschallt werden, verlieren sie ihre Schönheit und klingen dann nur noch abgedroschen und trivial. So raubt man sie uns. Unser wahres Bedürfnis, Weihnachten zu feiern, hat kaum etwas mit der ins Banale abzurutschenden Version dieses Festes zu tun. Vielmehr geht es auf eine einfache Geschichte zurück, die sich vor zwei Jahrtausenden zugetragen hat. In jener Geschichte erfahren wir etwas über den Kern des christlichen Glaubens. Wir erfahren, dass es sich dabei nicht um eine Lebensphilosophie, eine Gesetzessammlung oder gar eine mystische, geistliche Offenbarung handelt. Weihnachten führt uns vor Augen, dass sich das Christentum auf eine Person gründet. Der christliche Glaube führt die schier unfassbare Behauptung ins Feld, dass Gott in der Person Jesu zu uns kommt, als atmender, essender, sprechender und anrührender Mensch. Gott trifft uns von Angesicht zu Angesicht, von Mensch zu Mensch. Der theologische Begriff hierfür ist „Menschwerdung“. Der treffendste Ausdruck ist Liebe.
Unfassbar ist es, weil wir uns nicht vorstellen können, dass Gott Mensch wird. Zugleich ist es aber auch unsere alleinige Hoffnung, weil jeder Einzelne von uns ansonsten unversehens dahinscheidet – ein winziges Pünktchen im unermesslich weiten, bedeutungsleeren Kosmos von Zeit und Raum. Bei Weihnachten geht es um eine Beziehung – Gott reicht uns die Hand, so wie wir sie einander reichen. Baut man eine Beziehung zu jemanden auf, so macht man sich damit verwundbar: auch Gott ging dieses Wagnis ein. Das Kind in Bethlehem wuchs heran, um den Weg des Gehorsams bis zum bitteren Ende zu gehen, dem Verbrechern vorbehaltenen Kreuzestod.
Damit Weihnachten uns wirklich anrühren kann, müssen wir uns ganz und gar auf die Freude, aber auch auf den Schmerz des Menschseins einlassen, so wie auch Gott sich vollkommen und bereitwillig darauf eingelassen hat. Zu Weihnachten erleben wir die subtile Wechselwirkung zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen wie zu keiner anderen Zeit. Und trotz der intensiven Werbekampagnen anlässlich des Festes, trotz finster entschlossener Bemühungen vieler Menschen, Weihnachten der Trivialität preiszugeben, liegt ein besonderer Zauber über dem Fest, der auch die hartgesottensten Zyniker unter uns eine Weile innehalten lässt. Denn die Wahrheit des christlichen Glaubens, ebenso wie die des Weihnachtsfestes, liegt in der Liebe. Es ist dies eine ebenso unsentimentale wie auch starke und menschliche Botschaft der Erlösung und Hoffnung, die hier der Welt offenbart wird.
Und deshalb brauch ich – ebenso wie Sie und diese so müde und ermattete Welt – Weihnachten noch immer!
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Die Weihnachtsgeschichte 2012
Ab wie viel € – Euro ist die Weihnachtsstimmung perfekt?
Denke ich an Weihnachten, kommt mir immer dasselbe Bild in den Sinn: Ein Foto von mir vor einem großen Puppenhaus. Ich bin etwa vier Jahre alt und bin sehr zufrieden. Ich kann mich noch sehr gut an diesen Abend erinnern. Dieses Geschenk kam ziemlich unerwartet, so war die Freude umso größer. Abgesehen vom Alter, mit kritischen Gedanken zum aktuellen Konsumverhalten hätte ich nichts anfangen können.
Laut Lexikon ist Konsum der „Verbrauch und/oder Nutzung materieller und immaterieller Güter durch Letztverwender.“ und „Ge- und Verbrauch von Gütern und Leistungen zur unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung im Gegensatz zur Investition.“ (Gabler´s Wirtschaftslexikon, Wiesbaden 1993). Konsum ist also neutral und auf Notwendiges beschränkt.
Kürzlich war ich Samstags Vormittag auf dem Parkplatz eines großen Einkaufszentrums. Ein Gefühl wie im Bürgerkrieg machte sich in mir breit. Es kam zu regelrechten Duellen unter den Parkplatzsuchenden. Alle wollten möglichst schnell in den „Konsumtempel“.
Menschen wollen sich etwas schenken. Und alle verabreden, dass es „nur was Kleines“ sein soll. Aber mal ehrlich, wenn es etwas zum auspacken gibt, ist es doch viiiiel schöner. Und Schenken gehört untrennbar zu Weihnachten. Denn mit der Geburt von Jesus wurde uns der Sohn Gottes geschenkt. Ohne Preis oder Gegenleistung. Darum haben die frühen Christen angefangen, sich gegenseitig etwas zu schenken. Insofern ist Konsum doch eigentlich etwas Schönes.
Doch wenn man sich das Gesicht des Beschenkten anguckt, so kann es passieren, dass dieser gar nicht so munter drein schaut. Wir sind mit nichts zufrieden. Es muss größer und schöner sein als letztes Mal, immer der ganz besondere Kick. Nicht zuletzt deswegen werden überall Geschenktipps gegeben. Nur nicht schon wieder Krawatten oder Socken… Konsum wird immer mehr zum Problem.
Notwendige Bedürfnisse werden durch „normalen Konsum“ befriedigt. Aber an Weihnachten geht es meist um Luxus. Wir kaufen schon, um die Zeit tot zu schlagen. Vermutlich sind es also viel tiefere Wünsche, die eigentlich gestillt werden wollen: Aufmerksamkeit, Zuwendung, Anerkennung.
Wer nichts hat, muss kaufen. Wenn ich mir etwas Besonderes leisten kann, bin ich auch etwas Besonderes. Aber Besitz macht unzufrieden. Oder ist es nur Ablenkung, nur Überdecken der eigentlichen Fragen und drückt manches große Geschenk nicht nur ein sehr schlechtes Gewissen aus? Welche Wünsche sind bei Dir, trotz voller Schränke und Regale noch unbefriedigt?
Mechthild Mayer
Das waren Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2013
Es war am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien. Der Lehrer gab die Klassenarbeit zurück. Jetzt hielt er nur noch Martins Heft in der Hand. Er rief den Jungen nach vorn. „Schreib uns einmal das Wort „Weihnacht“ an die Tafel.“ Und Martin schrieb: Weihnacht. „So ist es richtig“, sagte der Lehrer.
Dann nahm er den Schwamm, wischte einen Buchstaben weg und sagte: „In deinem Heft hast du es aber so geschrieben: ´Wehnacht´“. Verhaltenes Lachen bei den Mitschülern. Martin wurde rot. „Nur ein i vergessen!“, murmelte er. „Das kann doch jedem Mal passieren.“
Der Lehrer wandte sich der Klasse zu: „Als ich den Fehler anstreichen wollte, fragte ich mich, ob Martin hier nicht etwas ganz Richtiges geschrieben hat.“ Die Schüler schauten sich verständnislos an. „Wenn ich in diesen Tagen durch die weihnachtlich geschmückten Straßen gehe, sehe ich viel Kummer und Weh auf den Gesichtern der Menschen. Manche empfinden ihr ganzes Leben als eine einzige lange ´Weh-Nacht´. Viele Herzen sind krank vor Heimweh nach einem wirklichen Zuhause. Ich sehe Menschen, die schwere Sorgenlasten tragen. Einsame, die sich vor dem Weihnachtsfest fürchten, weil sie am Heiligen Abend ganz allein sein werden. Kranke, die nicht wissen, ob sie tatsächlich noch einmal frohe Weihnachten feiern können. Trauernde, die zum ersten Mal das Weihnachtsfest ohne einen geliebten Menschen verbringen müssen.
Mancher würde Weihnachten am liebsten ausfallen lassen, weil Streit in der Familie am Heiligen Abend noch mehr weh tut als sonst. Und ein Blick in die Nachrichtensendungen trägt mir die ´Weh-Nacht´ in der ganzen Welt ins Haus. Völker in Hunger, Armut und Krieg. Heimatlose Menschen im Dunkel und Weh der Angst. „Wehnacht!“ In der Klasse war es still geworden. „Warum feiern wir denn dann noch Weihnachten?“, fragte jemand.
Nach einer langen Zeit des Schweigens sagte einer leise: „Aber war das damals nicht genauso? Wie war das für Josef, als er wie ein Bettler um ein Dach über dem Kopf für sich und seine schwangere Frau bitten musste? Und dann diese ungeschützte und schmutzige Umgebung, in der Maria ihr erstes Kind bekam! Wenn das keine Wehnacht war: Kein Raum in der Herberge! Der Sohn Gottes in einem Futtertrog. Der Retter der Welt im Hinterhof! Warum?“ „Das habe ich mich auch gefragt“, sagte der Lehrer, „und habe nur eine einzige Antwort gefunden.“
Licht in der Nacht_web_R_by_NicoLeHe_pixelio.de
Weihnacht
Er griff noch einmal zur Kreide und malte eine dicke Kerze mitten in die „Wehnacht“ hinein. „Ich hab´s!“, rief Martin auf einmal, und seine Augen leuchteten:
„Weihnachten bringt Licht in unsere Wehnacht!“
„Ganz richtig“, sagte der Lehrer. „So war es damals auf dem Feld in Bethlehem. Mitten in der Nacht leuchtete plötzlich ein helles Licht vom Himmel. Die Hirten, arme und verachtete Leute, haben die frohe Botschaft als Erste gehört. Der Engel Gottes meldete ihnen: ´Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren! (Lukas 2,10.11)
Jesus, der Sohn Gottes, kam freiwillig in den Druck und die Enge unserer menschlichen Weh-Nächte hinein. Er verließ den Himmel, weil er selbst als Licht in die traurigsten und dunkelsten Ecken der Welt kommen wollte. Jesus wurde einer von uns, um uns die Tür zur Hoffnung aufzumachen.
Der Journalist und Bestsellerautor Peter Hahne hat einmal treffend gesagt: „Jesus kommt in unsere Nacht, damit wir in sein Licht kommen können.“ Diese großartige Nachricht gilt bis heute. Der Heiland der Welt ist heute für uns da. Jesus ist nur ein Gebet weit von uns entfernt. Was immer Sie bewegen mag, können Sie ihm sagen. Er hört Ihnen aufmerksam zu. Er versteht Sie, weil er Sie lieb hat und alle menschliche Not aus persönlicher Erfahrung kennt. Vielleicht ist es Ihr Wunsch, sich Jesus anzuvertrauen. Dann können Sie ihm sagen: „Jesus Christus, ich brauche dein Licht. Bei mir gibt es manche Dunkelheiten, die mich bedrücken. Da ist auch Schuld. Vergib sie mir bitte. Komm du jetzt zu mir herein und mach dein Licht an. Ich möchte nicht mehr ohne dich leben. Amen.“
Andreas Käser
Das waren Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2014
Ein Geschenk blieb übrig
Jener 24. Dezember, den ich wohl nie vergessen werde, war ein grauer, ungemütlicher und kalter Samstag. Nachdem ein eisiger Ostwind schon den ganzen Tag über dunkle Wolken vor sich hergetrieben hatte, begann es am Nachmittag zuerst unangenehm zu nieseln und dann kräftig zu regnen. Wer nicht unbedingt draußen unterwegs sein musste, verkroch sich in eine warme Ecke, genehmigte sich eine gute Tasse Tee und ließ es sich bei Plätzchen und Weihnachtsmusik gut gehen. Meine Schwester und ich saßen auf der breiten Fensterbank, sahen durch das beschlagene Fenster in den trüben Nachmittag hinaus und bastelten. Große Kiefernzapfen verwandelte sich durch weißen Zuckerguss und bunter Schokoplätzchen in wunderschöne, dick verschneite Tannenbäume. Eine ganze Reihe dieser Kunstwerke hatten wir schon fertig. Ein einziges war übrig geblieben. Wir hatten niemanden mehr zu beschenken und stellten es deshalb erst einmal zur Seite.
Dem Herzen schenken
Jetzt war es schon später Nachmittag. Zum Abendessen hatten wir noch etwas Zeit, und jeder von uns hing seinen Gedanken nach. Plötzlich sprang meine Schwester mit einem energischen Satz vom Fensterbrett. „Ich weiß, für wen der letzte Weihnachtsbaum ist!“ Ich war gespannt, hatten wir doch mehrfach unsere Liste durchsehen, um nur ja niemanden zu vergessen. „Nun sag’s schon, ich rate es ja doch nicht!“ erwiderte ich. Mit fester Stimme antwortete meine Schwester: „Dieses Bäumchen ist für die alte Flick!“ Als hätte ich sie nicht richtig verstanden, vergewisserte ich mich: „Für die Alte mit ihrer komischen Tochter?“ Meine Frage klang vermutlich alles andere als begeistert, denn ich sah plötzlich in ein blaues Augenpaar, das unternehmungslustig zu funkeln begann. „Und warum nicht?“ fragte sie herausfordernd. „Ja, warum eigentlich nicht?“ Ich nickte und ließ mich langsam vom Fensterbrett rutschen.
Wo das Dunkel nicht mehr hell wird
Die alte Flick war eine sonderbare Frau, die mit niemandem etwas zu tun haben wollte. Sie wohnte ganz allein mit ihrer geistig behinderten Tochter in einem alten, halbverfallenen Haus. Keiner wusste etwas über sie, und wer etwas wusste, sprach nicht darüber. Die meisten Leute gingen ihr aus dem Wege, weil sie übel schimpfen konnte und reichlich davon Gebrauch machte. Oft war sie mit ihrer Tochter zum Betteln unterwegs und kam meistens erst spät abends nach Hause. Wir packten das Weihnachtsbäumchen also schön ein, warfen uns schnell die Regenjacken über und zogen leise die Tür ins Schloss. In der Zwischenzeit war es richtig dunkel geworden und der kalte Wind jagte uns ein Frösteln über den Rücken.
Helles Licht für kleine Kerzen
Das Haus der Flick stand ganz in der Nähe auf einem ungepflegten und verwilderten Gartengrundstück. Die geschmückten Fenster der Nachbarhäuser bildeten einen eigenartigen Kontrast zu dem dunklen Gebäude, auf das wir nun zugingen. Es war, als wäre das Licht plötzlich gelöscht worden, als wir uns der halbverfallenen Hütte näherten. In der Tür war ein kleines Fenster, durch das wir vorsichtig in den Hausflur hineinsehen konnten und beinahe wären wir vor Unbehagen wieder umgekehrt. „Sollen wir wirklich …“, flüsterte ich. „Na klar, deshalb sind wir doch hergekommen.“ Die Klingel war kaputt, also mussten wir klopfen. Erst nach dem dritten Mal hörten wir ein Geräusch in dem dunklen Haus. Durch das blinde Fensterglas sahen wir zwei Gestalten, die langsam und schwerfällig die Treppe herunterkamen. Vorsichtig öffnete sich die Tür und mein Herz schlug etwas schneller. Die alte Flick stand im dunklen Türrahmen und sah uns zuerst misstrauisch und dann etwas überrascht an, als könnte sie nicht glauben, was sie da sah. Ihre Tochter kauerte in einer Ecke und blickte ängstlich zu uns herüber. Da standen wir nun. Mit einer brennenden Kerze, einem Kiefernzweig und einem Tannenbäumchen aus Zuckerguss und Schokoplätzchen. Während die Unsicherheit in den Augen ungläubigem Erstaunen wich, begannen wir die Strophen eines Weihnachtsliedes zu singen. Zuerst ein bisschen zaghaft, dann aber immer lauter und fröhlicher:
„Gott ist die Liebe, lässt mich erlösen.
Gott ist die Liebe, er liebt auch mich.
Drum sag ich’s noch einmal, Gott ist die Liebe,
Gott ist die Liebe, er liebt auch mich.“
Ich lag in Banden der schweren Sünde,
ich lag in Banden und konnt nicht los.
Er sandte Jesus, den treuen Heiland,
er sandte Jesus und macht mich los.
Du füllst mit Freuden die matte Seele;
du füllst mir Frieden mein armes Herz.
Du lässt mich erben die ewge Freude;
du lässt mich erben die ewge Ruh.
Dich will ich preisen, du edle Liebe,
dich will ich preisen, solang ich bin.
Drum sag ich’s noch einmal, Gott ist die Liebe,
Gott ist die Liebe, er liebt auch mich.“
„Ich mache deine Finsternis hell.“
„Wir wollten nur ein frohes Weihnachtsfest wünschen und Ihnen noch ein kleines Geschenk bringen.“ Mehr brachten wir nicht über die Lippen. Mehr war aber auch nicht nötig. Mit einer Geste dankbaren Staunens und mit zitternden Händen nahm die Alte unser Geschenk entgegen. Sie legte es vorsichtig ihrer Tochter in den Arm, die den Tannenbaum und die Kerze mit leuchtenden Augen bestaunte.
Es war eine eigenartige Szene. Da standen wir vor der Tür des alten Hauses. Es war dunkel, es regnete und es war kalt. Und doch waren wir selten der eigentlichen Bedeutung von Weihnachten so nahe und spürten, worum es eigentlich geht. Gott gibt uns nicht auf, sondern schenkt uns seine Liebe. Und durch Jesus wird diese Liebe greifbar und erfahrbar.
In diesem Moment spürten wir, dass die Kraft der Weihnachtsbotschaft traurige Menschen trösten kann und hoffnungslose Situationen mit neuem Leben erfüllen kann. Menschen im Dunkeln, traurigen Herzen, leuchtet plötzlich ein heller Schein. Jesus, der sich selbst als das Licht der Welt bezeichnet, war da und ein Licht, das niemand auslöschen kann, leuchtete in der Dunkelheit menschlichen Elends. Jesus war da und mit ihm Wärme, Liebe und Vergebung.
Nun bleibt noch die Frage: Was ist, wenn alle Geschenke ausgepackt sind und die letzte Kerze verloschen ist. Was bleibt, wenn wir morgen wieder allein sind mit unseren Sorgen, mit der Angst, der Einsamkeit und den Fragen unseres Herzens? Was bleibt dann von Weihnachten?
Peter Hahne hat einmal gesagt: „Wer sein Herz an Jesus verliert, der hat Licht, Leben und Liebe gewonnen. Ohne Weihnachten wäre unser Herz ohne Trost, unser Leben voller Sorgen und unser Sterben ohne Hoffnung. Deshalb kommt Jesus in unsere Nacht, damit wir in sein Licht kommen können.“ Das ist gleichzeitig die einfache Antwort auf die Frage, was von Weihnachten bleibt, wenn alle Geschenke ausgepackt sind: Jesus Christus bleibt. Er verlässt uns nicht, wenn wir uns an ihn halten.
Wenn Sie das möchten, beten sie einfach das folgende Gebet aus dem bekannten Lied: „Macht hoch die Tür“ mit.
Komm, o mein Heiland, Jesus Christ, meins Herzens Tür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch mich beschein. Dein heiliger Geist mich führ’ und leit’ den Weg zur ewigen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr. Amen
Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2015
Kein Raum in der Herberge …
Es gibt sie in vielen ähnlichen Variationen – die Geschichte vom Krippenspiel der Kinder am Heiligen Abend, in dem der Wirt von Bethlehem plötzlich sein Herz spürt und Maria und Josef ganz gegen die Regieanweisung nicht fortschickt. Neulich las ich eine, die noch mal ein wenig anders ist; noch ein bisschen berührender, noch ein bisschen persönlicher. Darum will ich sie hier wiedergeben.
Als Maria und Josef an seiner Tür klopften, öffnete der Wirt, ein Blondschopf mit rot-karierter Schürze vor dem Bauch, wie es das Drehbuch vorschrieb, polternd und genervt die Tür. Als die zarte Maria, dann aber mit ihrer sanftesten Stimme hauchte: „Wir sind so erschöpft und das Baby kommt doch schon bald zur Welt“, da war es um die Seele des jungen Gastronomen und die Regieanweisung geschehen. Jetzt sollte eigentlich die rüde Abfuhr kommen und der Hinweis, dass alle Zimmer belegt und kein Raum mehr in der Herberge sei. Doch der kleine Wirt mit dem großen Herzen stockte und brachte keinen Ton mehr über die Lippen. Die Souffleuse in der ersten Reihe flüsterte aufgeregt und mehrfach, was jetzt laut Manuskript unbedingt folgen musste. Nach der dritten Wiederholung beugte sich der Knirps nach vorne und sagte deutlich und für alle zu verstehen: „Ich weiß ganz genau, was ich sagen muss, aber sie könnten bei mir im Zimmer schlafen … “
Wie schön wäre es, wenn die Entscheidung, Jesus Christus in unser Herz und Leben einzuladen, kein Regiefehler wäre, sondern wir ihn von ganzem Herzen und mit tiefer Überzeugung einladen würden: „Komm, o mein Heiland, Jesus Christ. Meins Herzenstür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch mich beschein. Dein Heiliger Geist mich führ und leit, den Weg zur ewigen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.“
Wenn es Ihrem Bedürfnis entspricht, dann können Sie dieses alte Gebet durchaus auch heute ganz persönlich beten. Sie werden sehen: Jesus lässt sich gern einladen.
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Das waren Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
Quelle: Marburger Medien
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Weihnachtsgeschichte 2016
Richtig schön Weihnachten feiern!
Ich denke gerne zurück an einen Weihnachtsabend in meiner Jugendzeit. Die ganze Familie war um den festlich gedeckten Tisch versammelt. Es roch nach gebratenem Geflügel und Kaminfeuer. Fröhliche Erwartung lag in der Luft. Nach dem Essen sollte es ins große Wohnzimmer zur Bescherung gehen. Dass uns an diesem Heilig Abend eine ganz besondere Bescherung ins Haus stand, konnte niemand ahnen.
Schöne Bescherung!?
Mitten zwischen Suppe und Festbraten stand meine Mutter plötzlich auf, packte eine Mahlzeit in Wärmebehälter und verschwand mit der Bemerkung, sie käme gleich wieder zurück, in den regnerischen Winterabend. Die Atmosphäre war gestört. Warum muss Mutter gerade am Heiligen Abend ihre soziale Tour machen? Nicht gerade begeistert stocherten wir auf unseren Tellern herum. Kurze Zeit später stand Mutter in der Diele des Hauses und verkündigte eine Programmänderung für den Abend. Jetzt sei keine Bescherung, sondern ein Putzeinsatz bei einer älteren Witwe im Dorf dran. Schöne Bescherung, dachten wir. In dem alten Bauernhaus angekommen, empfing uns eine bedrückende Atmosphäre. Einer der Söhne lag betrunken auf dem Sofa, man hatte ihn aus der Dorfkneipe mit einem Schubkarren vor dem Haus abgekippt. Ein Bild des Jammers. Die alte Frau mühte sich mit der Stallarbeit ab, auf dem Küchenherd kochten Gardinen, die noch vor dem Fest wieder an die Fenster sollten. Unter Mutters Anleitung halfen wir im Stall und Haushalt, bis alles strahlte. Dem angetrunkenen Sohn wurde das Gesicht gewaschen, denn die Saufkollegen hatten ihn mit schwarzer Schuhcreme eingeschmiert.
Leicht verwundert nahm er zur Kenntnis, welche Bescherung sich da vollzog. Nach einer Stunde war alles fertig. Wir luden die alte Witwe mit ihrem Sohn zur Bescherung in unser Haus ein. Mutter bereitete noch schnell ein Geschenk und steckte es unter die große Decke auf dem Gabentisch im festlich geschmückten Weihnachtszimmer.
Jetzt wurde es richtig Weihnachten
Als wir dann am späten Abend beieinander saßen, da sahen wir eine strahlende dankbare alte Frau in unserer Mitte, die wohl nie zuvor einen solchen Heiligen Abend erlebt hatte. Zwischen Liedern, Weihnachtsgeschichte, Gebet und Bescherung musste ich immer wieder in die leuchtenden Augen dieser Frau sehen. Jetzt wusste ich, was wirkliche Weihnachtsfreude ist.
Wehe, das Fest verkommt zu einer Materialbörse, wo man lediglich Geschenke austauscht und sich heimlich fragt, was denn wohl auf dem zuvor entfernten Preisschildchen des Geschenkes stand. Weihnachten heißt, dass sich einer für alle geschenkt hat. Das macht uns fähig, die von Jesus empfangene Liebe denen zu zeigen, die nichts mehr zu feiern haben.
Übrigens, die alte Witwe hat den Weg zum Glauben an Jesus gefunden. Sie gehört zu einer kleinen Gemeinde und ihr Sohn kam vom Alkohol los.
Das beschert Gott denen, die sich bescheren lassen. Und wir als Familie hatten die größte Freude daran, gerade weil alles so ganz anders verlief, als wir uns das vorgestellt hatten. Ich wünsche Ihnen von Jesus motivierte Ideen, Weihnachten vielleicht einmal ganz anders zu gestalten. Und vielleicht legt Gott uns ja gerade in diesen Tagen etwas vor die Tür, was wir noch gar nicht ahnen. Es lohnt sich, dafür offen zu sein. Denn es gilt bis heute: Wer gibt, der verliert nicht, sondern wird reich.
Autor: Jürgen Mette
Mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Marburger Medien
Das waren Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
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Weihnachtsgeschichte 2017
Eigentlich hieß er Paul. Aber alle nannten ihn Paulo, weil er immer von Italien schwärmte. Seine Geschichte ereignete sich in den 1920er-Jahren, als man in den Hotels noch die Koffer der Gäste durch die Lobby schleppte. Paulo war eine stattliche Erscheinung, wenn er mit seinen ein Meter neunzig, einem beachtlichen Körperumfang und seiner Livree vom Ersten Hotel in der Stadt durch die Gassen des Armenviertels ging, wo er mit seiner Familie wohnte. Sein Gehen war kein Gehen, es war ein Schreiten, nein, eher ein „Brustwandeln“. Die Livree war sein ganzer Stolz. Der alte Direktor des Hotels hatte ihm in Anbetracht seiner treuen Dienste als Wagenmeister des Atlantic-Hotels und seiner Beliebtheit bei den Hotelgästen gestattet, die Livree mit nach Hause nehmen zu dürfen. Seine Frau Lilly bürstete sie jeden Tag Neue aus und achtete akkurat darauf, dass alle blinkenden Knöpfe immer tadellos festsaßen. Seine beiden Kinder, Enrico und Lenchen, durften sie nicht anfassen. Das war strenge Regel.
Kleiner Moment mit großen Folgen
Der neue Direktor mochte ihn nicht. Das gab er ihm bei jeder Gelegenheit zu verstehen. Paulos Vollbart hatte sich mit den Jahren weiß gefärbt. Zugegeben, das sah imposant aus. Doch es war das untrügliche Zeichen dafür, dass das Alter bei ihm angeklopft hatte. Als er gestern wieder einmal einen großen Koffer per Schulter in die Hotelhalle getragen hatte, da war ihm schummrig vor den Augen geworden. Er musste sich erst einmal ausruhen und versäumte dabei die eintreffenden Gäste. Der Page hatte ihm ein Glas Wasser gebracht. Danach ging es ihm wieder besser. Doch dem Direktor war das nicht entgangen. Für ihn war er untragbar geworden. Am liebsten hätte er ihn auf der Stelle entlassen. Noch am gleichen Tag war Paulo nicht mehr Wagenmeister des vornehmen Hotels. Den Stolz der ganzen letzten Jahre musste er abgeben. Weil Weihnachten vor der Tür stand und er 30 lange Jahre dem Hotel gedient hatte, sollte er morgen wiederkommen. Man würde schon noch etwas anderes für ihn finden.
In einem Herzen wird es Nacht
Die Nacht war hereingebrochen. Er hatte keinen Blick für die weihnachtlichen Dekorationen. „Nun wird es nichts mit der langersehnten Weihnachtsgans mit italienischem Obst.“ Schlimmer noch. Die Verzweiflung in ihm wollte ihn fast zu Boden drücken. Er hatte sich unbemerkt nach Hause geschlichen. Seine Frau hatte sich schon geängstigt, war dann maßlos erschrocken, als sie ihn sah. Als sie dann nach der Livree fragte, hatte er sie unsanft zur Seite geschoben. Die Kinder hatte er angeranzt. Nun saß er im Wohnzimmer und stierte vor sich hin. „Alles vorbei“ sagte er immer wieder. „Alles vorbei“. Lilly lief verzweifelt hin und her. Die Kinder hatten sich weinend in ihr Zimmer zurückgezogen. So kannten sie ihren Papa gar nicht. Nachdem Lilly sich endlich beruhigt und er ihr alles erzählt hatte, drängte sie ihren Mann, doch am nächsten Morgen wieder zum Hotel zu gehen. Es würde schon eine Arbeit für ihn da sein. Die Angst vor dem Gerede der Nachbarn verdrängte sie dabei.
Plötzlich war alles anders
Paulo hatte eine schlaflose Nacht. Schwach erinnerte er sich an die Großmutter. „(Bei Gott gibt es) Es gibt immer einen Ausweg“, hatte sie ein ums andere Mal zu ihm gesagt. Früh am Morgen, bevor die Nachbarn aufgestanden waren, hatte er sich schon aus dem Haus geschlichen. Nun stand er vor dem schwersten Gang seines Lebens, wie es ihm schien: die Treppe hinunter in den Keller zu seinem neuen Arbeitsplatz, den Herrentoiletten. Seine Arbeitskleidung würde er dort schon finden, hatte ihm der Personalchef noch mit auf den Weg gegeben. Der weiße Kittel seines Vorgängers hing in einem kleinen Spind, in dem er seine Jacke und die Brotdose verstaute. Paulo hatte sich auf einem Stuhl niedergelassen. Das Herz krampfte sich. Sein Kopf dröhnte. Seit seinen Kindertagen hatte er nicht mehr geweint. Er wollte dieses aufkommende Gefühl mit Macht unterdrücken. Die Gäste von der Adventsfeier nahm er kaum war. Wie automatisch hatte er Seife und Handtücher hingelegt. Als er dann den Kittel angezogen hatte, spürte er etwas Eckiges in einer der Taschen. Er zog es heraus. Es war eine (kleine) alte, zerlesene Bibel. Manches hatte er erwartet, aber nicht das. Er erinnerte sich an den „Toilettenmann“, den er nicht als Kollegen akzeptiert hatte. Das war unter seiner Würde gewesen. Doch es war ihm aufgefallen, dass dieser unscheinbare Mann stets freundlich und hilfsbereit war, wie mit einer inneren Heiterkeit ausgestattet. Nun war er neugierig geworden. Er schlug die Bibel auf und begann darin zu lesen. Er las vor allem die Verse, die rot unterstrichen waren. Es war ihm, als würde ein Fenster zu seinem dunklen Inneren aufgestoßen. Er hatte zunehmend das Gefühl, in einem Brief zu lesen, der an ihn ganz persönlich gerichtet war. Es mochte vielleicht eine Stunde vergangen sein. Gäste, die ihre Hände waschen wollten, hatte er nicht wahrgenommen. Eine tiefe Sehnsucht hatte sein Herz ergriffen. „Ja Gott“, hatte er gestammelt. „Hier bin ich mit all meinem Stolz und meinem Versagen. Ich weiß, du meinst mich. Wenn es wirklich wahr ist, dass Jesus auf diese Erde gekommen ist, damit meine Sünden vergeben werden können und ich zu dir finde, dann gebe ich dir jetzt mein Leben. Jesus, sei du ab heute Herr in meinem Leben.“ Plötzlich war es ihm, als würde er in seinem Innern die Großmutter hören: „Du musst noch Amen sagen.“ Nach einer Gedankenpause sagte er dann tatsächlich „Amen“. Das klang klar und fest. Seine Traurigkeit war verschwunden. Eine innere Freude hatte sein Herz ergriffen, wie er sie nie zuvor in seinem Leben gekannt hatte. Der Raum um ihn schien plötzlich hell und freundlich. Der zu kleine Kittel störte ihn nicht mehr. Als der nächste Gast von der Adventsfeier hereinkam, strahlte er ihn an.
„Mein Herz soll deine Krippe sein“
Was war mit ihm denn bloß geschehen? Er konnte es kaum erwarten, seiner Lilly davon zu erzählen. Als er am Abend nach Hause eilte, störte ihn das Getuschel der Nachbarn überhaupt nicht. Außerdem war das Trinkgeld an diesem Tag so reichlich ausgefallen, dass sie sich wohl doch die ersehnte Weihnachtsgans vom Bauern holen konnten. Lilly war sprachlos, als er freudestrahlend vor ihr stand und ihr wie ein Wasserfall von allem erzählte, was er in der gefundenen Bibel gelesen hatte und was er für sich begriffen hatte. Er hatte Jesus gefunden, tief in seinem Herzen. Die Kinder hatten sich während seiner Erzählung leise ins Wohnzimmer geschlichen und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Enrico durchbrach als erster das stille Staunen auf Seiten der Zuhörer. „Papa, wer dich so von Jesus erzählen hört, der muss einfach an ihn glauben.“ Paulo strahlte. Er ging mit offenen Armen auf seine Kinder zu und umarmte sie. Lange und innig. „Vergebt mir bitte alle drei, wenn ich ungerecht und hart zu euch gewesen bin.“ „Ist schon in Ordnung Papa“, entfuhr es den Kindern wie aus einem Mund. Und Lenchen fügte leise hinzu: „Du hast uns noch nie so umarmt.“ Lilly weinte vor Freude in den Armen ihres Paulo. „Ich kann das alles noch gar nicht fassen.“ Und nach einer langen Pause jubelte sie los: „Jetzt freue ich mich doch auf Weihnachten.“ Und Enrico sagte voller Überzeugung: „Das wird das schönste Weihnachten mit oder ohne Gans. Wir haben einen neuen Papa!“ Plötzlich trat eine ungekannte Stille ein. Jeder von ihnen versuchte in seinem Herzen zu begreifen, was da mit ihnen geschehen war. Nach einer Weile war Lilly die erste, die sich regte. „Ich baue jetzt doch die Krippe auf. Denn wir haben ja einen Gast bekommen.“
Rolf Dieter Haering
Quelle: Marburger Medien
Das waren Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
Weihnachtsgeschichte 2018
Es war das schönste Geschenk
Mein schönstes Weihnachtsgeschenk war ein Schokoladenherz. Ich war ein kleiner Knirps, der normalerweise nicht viel Süßigkeiten bekam. Doch an Weihnachten war alles anders. Dieses wunderbare Herz war richtig schön groß, für mein Empfinden schon fast riesig. Umhüllt mit rotem Glanzpapier, bestand die Füllung aus Nougatmasse – für mich fast ein Heiligtum. Immer wieder nahm ich es staunend in die Hand und legte es andächtig wieder unter den Weihnachtsbaum. Auspacken kam überhaupt nicht in Frage. Dazu war es mir viel zu wertvoll. So hütete ich meinen Schatz bis Ostern und widerstand allen eigenen und fremden Versuchen, ihn aufzuessen.
Während ich daran denke, werde ich an ein anderes Herz und an ein ganz besonderes Erlebnis erinnert. Es ereignete sich an einer Feier am Weihnachtsabend in einem Heim für behinderte Kinder. Die Jungs und Mädchen wurden gefragt, warum Jesus denn zu uns auf die Erde kam. „Warum verließ er den Himmel? Was hat er vermisst in seiner ewigen Herrlichkeit? Was fehlte ihm so sehr, dass er auf all das verzichtete?“ Eine schwere Frage, die zunächst große Sprachlosigkeit auslöste. Doch irgendwann stellte sich ein kleines Mädchen auf seinen Stuhl und rief vor Aufregung ganz laut in die nachdenkliche Stille: „Es fehlten ihm unsere Herzen!“
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Ich denke, so ist es. Darum geht es tatsächlich an Weihnachten. Dass Jesus Christus, dessen Geburt wir feiern, unser Herz findet und wir ihm unsere Herzen schenken. Diese Botschaft wurde in unzähligen Versen, Liedern und Geschichten thematisiert. So sagte Angelus Silesius einmal: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, du bliebest doch in Ewigkeit verloren.“
Und in dem wunderbaren Weihnachtslied „Zu Bethlehem geboren“ bringt Friedrich Spee es besonders anschaulich zum Ausdruck: „In seine Lieb versenken, will ich mich ganz hinab; mein Herz will ich ihm schenken und alles, was ich hab.“ In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!“
Autor: Bernhard Matzel
Quelle: Marburger Medien
Das Lied für Kinder
Das Lied für Erwachsene
Das waren Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.
Ich wünsche allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14
hab ich gelesen verry gut gruss magwam